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Deutschlands Schachmädchen feiern Annmarie Mütsch

Glaubt man den offiziellen Verlautbarungen, dann gelang es der Spielerin Annmarie Mütsch aus Viernheim nach 13 Jahren wieder einen Weltmeistertitel bei den Mädchen (U 16) zu erobern. Sie ist damit Nachfolgerin der derzeit besten deutschen Spielerin Elisabeth Pähtz aus Thüringen.

Natürlich war die Freude in der deutschen Delegation sehr groß und auch unsere Beiden, Inken Köhler (U 18w) und Ashot Parvanyan (U 18) freuten sich mit. Allerdings gab es bei unseren Spielern auch Grund zur Freude. So schaffte Ashot den gemeinsamen zweiten Platz in seiner Altersklasse und wird nur auf Grund der Zweitwertung auf dem 5. Platz geführt. Im Verlauf der 11 Runden verlor er nur gegen den späteren Weltmeister aus der Slowakei und spielte 4x Remis. Die Auslosung der letzten Runde ergab dann leider, dass 4 seiner Gegner der vorhergehenden Runden gegeneinander spielen mussten und so der erhoffte Buchholzzuwachs für Ashot nicht in Aussicht stand.

Für Ashot ist es eine super Leistung und da er im nächsten Jahr noch einmal in der U 18 spielen kann, können wir uns schon heute über ein wahrscheinlich sehr gutes Abschneiden 2019 freuen.

Ebenfalls ein sehr gutes Turnier, für ihre Verhältnisse, spielte unsere Inken Köhler. Als einzige deutsche Starterin in der U 18w kämpfte sie braverös und konnte dabei in den Partien gegen 8 nominell stärkere Spielerinnen 2x gewinnen und spielte 2x Remis. Im Wettstreit mit eher schwächeren Spielerinnen holte sie 1 Gewinn und 2x Remis. Am Ende blieb sie nach Zweitwertung 8 Plätze hinter ihrem Listenplatz und freut sich dennoch über einen ELO- Zuwachs von ca 42 Punkten.

Aus unserer Sicht haben beide TuRaner unser Bundesland gut bei der WM in Griechenland vertreten und werden es dabei verschmerzen können, dass sie bei der LJEM 2019 keinen Freiplatz innerhalb der Meisterklasse U 18 bekommen haben. Während Ashot wahrscheinlich weiter im DSB Kader sein wird, muss sich Inken dem neuen Punktekatalog stellen. Um einen Platz zu bekommen.

TuRa war noch mit 2 weiteren Teilnehmern bei der WM dabei. Innerhalb der U 18w spielte Julia Antolak (POL) und wäre ihr in der letzten Runde ein möglicher Gewinn geglückt, hätte sie sich noch über mindestens Bronze freuen können. Leider verdarb sie eine Gewinnstellung gegen eine Inderin und rutschte auf Platz 12 ab. 10 der 11 Runden blieb sie ungeschlagen und ausgerechnet die 11. Runde stand ihrem Medaillenglück im Weg. Samir Sahidi spielte innerhalb der U 16, wo der Hamburger Luis Engel guter Sechster wurde. Mit 6,5/11 (nur 2 Niederlagen) konnte Samir einen guten Mittelfeldplatz erobern. Auch für ihn war es das erste U 16 Jahr und so können wir auf 2019 hoffen, wo ein noch besseres Ergebnis möglich sein kann.

http://www.tura-jugendschach.de/384.html

Im Gespräch mit unseren Startern wurde mir erzählt, dass alle Vier sehr begeistert waren von der Organisation der Weltmeisterschaft. Gute Spielbedingungen, schöne Hotelzimmer, herrliche Lage des Hotels und leckeres Essen… alles Dinge, die mithalfen, dass auch die Leistungen auf dem Brett stimmten.

Freuen wir uns als Kiebitze nun auf die WM der U 8 bis 12, wo mit den Lübeckerinnen Lisa Sickmann und Katharina Bräutigam aus Rendsburg erneut 2 Talente aus unserem Bundesland am Start sind.

https://www.schachbund.de/news/kadetten-weltmeisterschaften-in-spanien-starten-am-sonntag.html