TURA Karatetrainer zum Prüfer berufen
Der Weg war weit für Tura Karatetrainer Torsten Mußdorf. Um Kinder und Erwachsene im Karatesport zu unterrichten – bei Tura wird die Stilrichtung Wadokai vermittelt – genügten der erste Meistergrad und eine Übungsleiterlizenz. An einen Karateprüfer jedoch werden höhere Anforderungen gestellt. Neben dem zweiten Meistergrad war die erfolgreiche Teilnahme an einer speziellen Prüferausbildung erforderlich. Diese hat Torsten unter den wachsamen Augen der langjährigen Wadokai-Bundesstilrichtungsreferentin Dr. Elke von Oehsen (9.Dan) durchlaufen. Damit darf er alle neun Prüfungsstufen der Farbgurte von Weißgurt bis Braungurt (9. bis 1. Kyu) abnehmen. Nur die Schwarzgurtprüfungen bleiben einer mehrköpfigen Kommission vorbehalten.
„Der Wadokai-Stil“, so Torsten, „ist für alle Altersklassen geeignet.“ Dieser Karatestil wurde vor 90 Jahren von dem Japaner Ōtsuka Hironori(1892-1982) entwickelt und Mitte der 1960er Jahre von seinem Schüler Kōno Teruo nach Europa gebracht. 1994 hat Torsten Mußdorf bei Kono, der im Jahr 2000 in Norderstedt gestorben ist, seinen ersten Karatelehrgang absolviert.
„Statt einen Angriff hart zu blocken“, erklärt Torsten, „werden Ausweichbewegungen geübt, um die Energie des Angreifers ins Leere umzulenken.“ Hohe Stände, die eine schnelle Reaktion ermöglichen, orientieren sich an den natürlichen Bewegungsmustern der Menschen. Die Karatetechniken kommen dabei nicht aus dem Arm, sondern aus dem ganzen Körper, indem z.B. eine Schlagtechnik durch das Drehen der Hüfte verstärkt wird. Insgesamt stehen bei allen Techniken gesundheitliche Aspekte im Vordergrund. „Unnatürliche Bewegung, wie sie in anderen Sportarten vorkommen, werden bei uns vermieden.“
Karate gilt daher als anerkannter Gesundheitssport der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der neue Flyer der TURA-Karateabteilung lädt Interessierte zum Probetraining ein:
Hier kannst Du den Flyer herunterladen: Download Flyer





