FINALE der Frauen- Bundesliga 17.04. bis 19.04.2026 Bad Königshofen
Es ist ca 14 Uhr im großen Kursaal der Franken- Therme, dem Spielsaal des FBL- Finales.
Die meisten Partien sind bereits beendet und die Spielerinnen + Betreuer des SK Schwäbisch Hall haben bereits schon die Glückwünsche zur Erringung der Deutschen Meisterschaft entgegengenommen. Im Kontrast dazu sitzen die Mädchen und Frauen des SC Aufbau Chemnitz im Analyseraum, etwas geknickt und traurig, da sie leider nach einem Jahr 1. Bundesliga wieder zurück in die Zweite müssen. Aber sie kommen zurück und werden gestärkt die 1. Liga aufmischen. So wie auch Kreuzberg, die bereits schon einen Tag früher den Abstieg als Tabellenletzte hinnehmen mussten.

ABER zurück in den Spielsaal und zu den noch wenigen Partien, die noch eine Entscheidung suchten. Mit dabei war das Match Carina Brandt (TuRa) vs. Katarzyna Dwilewicz (Deizisau). Es war die entscheidende Partie hinsichtlich unserer Endplatzierung der Spielzeit 2025/26. Beim Stand von 2,5:2,5 zeigte die Live- Tabelle, die per Beamer im Saal erkennbar war, uns auf einem Abstiegsplatz. Dies auch, da Freiburg überraschend gegen Rodewisch gewinnen konnte und Hemer schon mit 3,5 ihr Match gegen Chemnitz gewonnen hatte. Beide waren somit an uns vorbeigezogen.

Ein Remis von Carina und wir wären wieder über dem Strich. Carina spielte ruhig, überstand schwierige Partiesituationen und hielt dieses Remis, ja sie konnte sogar allmählich von einem Gewinn träumen. 13:55 Uhr gab ihre Gegnerin auf. Inzwischen hatte Carina eine glatte Figur mehr und man konnte es ihr ansehen, dass sie nicht gewillt war, diesen Sieg wieder aus der Hand zu geben. Der Jubel unserer Spielerinnen überraschte sie total. Wieso die Freude? Wir haben doch verloren! Nein Carina, wir haben 3,5:2,5 gewonnen und bleiben in der Liga! Allmählich dämmerte es ihr. Sie hatte geglaubt, dass Maria Gosciniak am 3 Brett verloren habe… Nein, Maria spielte wohl eine ihrer besten Partien und konnte die wesentlich stärkere Gegnerin besiegen. Auch Zale lies der ehemaligen deutschen Nationalspielerin keine Chance und Katarzyna sicherte routiniert ein Remis.

Am Ende war es dann so, dass das sympathische Team aus Hemer doch noch in die 2. Liga absteigen musste. Ein Abstieg der bis 14 Uhr am letzten Finaltag auch uns drohte.
Die Runde zuvor mussten wir 2x eine Teamniederlage hinnehmen.
Gegen den Hamburger SK verloren wir am Freitag 2:4, waren aber dabei von einem 3:3 nicht weit entfernt

Stark war dabei die Leistung von Julia am 1. Brett. Auch die Remis von Katarzyna und von Emily waren so nicht erwartet worden.
Am Samstag traten wir gegen die dann neuen Meisterinnen aus Schwäbisch Hall an und verloren mit 1,5:4,5. Erneut glänzte Julia am 1. Brett mit einer sehr guten Partie.

Auch Inken konnte ein sehr starkes Remis erobern und freute sich dabei darüber, dass ihre Vorbereitung exakt passte.
Dann kam die letzte Runde und unser überraschender Sieg gegen die SF Deizisau, verbunden mit dem Ligaerhalt.
Zu guter Letzt möchten wir uns beim Orga- Team des SK Bad Königshofen für eine erneut perfekte Ausrichtung des Finales bedanken.
Unser Glückwunsch geht nach Schwäbisch Hall zur Erringung ihrer vierten Meisterschaft.
Unser Dank geht an unseren Hauptverein für die erneut sehr gute Unterstützung, welche unsere Teilnahme ermöglichte.
Ein Kompliment geht an die Pension „Gute Stube“ in Sulzfeld. Selten haben wir uns so wohl gefühlt, wie in dieser Einrichtung.
UND …
Mein Dank geht an unser Team, welches nie aufgibt und auch noch über sich hinauswächst, obwohl es schier aussichtslos scheint. IHR SEID EINFACH SUPER!!!



